Rumänien, ganz schön schön!

Fritz und sein Landrover

Schon als Fritz den Landrover vor 7 Jahren gekauft hat, war sein großer Traum ihn irgendwann so auszubauen, das man darin locker einen Sommer verbringen kann. Dann kam erst die Wanderschaft dazwischen, während der das Auto 4 Jahre schlafen musste, dann die Reise nach Marokko mit der Feuerwehr und dann der Umzug in die Schweiz. In der Schweiz erstmal als Alltagsauto abgefertigt, konnte Fritz sich aber nicht von dem gedanken losreißen, endlich mehr aus dem Auto zu machen. So kam es, dass Fritz eines morgens ankam und meinte er hätte jetzt ein gebrauchtes Hardtop gekauft, was perfekt auf den Landy passen würde. Das würde er jetzt gerne aufpeppen und dann mit einem Dachzelt versehen.

Ok, wenn du das möchtest! Wann denn? Am besten sofort!

Nachdem er das Hardtop abgeholt hatte, waren dann auch die Wochenende voll gepackt, gesehen haben wir uns kaum noch. Außer wenn wir beide einen Pinsel mit GFK in der Hand hatten. Aber gut, Fritz hatte eine Idee und einen Plan. Das Hardtop mit einem Metallrahmen verstärkt, oben ausgeschnitten und das Loch mit einem Holzrahmen eingefasst. Dann wurde das ganze mit GFK bearbeitet, sodass alles wie aus einem Guss aussah. Der oben entstandene Ausschnitt sollte dann mit dem Dachzelt abgeschlossen werden.

An dem Tag an dem wir aus der Schweiz ausreisten, wollten wir also noch das Dachzelt abholen. Weil München auf dem Weg lag…

Naja, inklusive unseres ganzen Haushaltes sind wir also nach München. Dort musste Fritz zwar unterschreiben, dass sie uns von dieser Konstruktion abraten, aber zumindest halfen sie uns das Zelt aufs Dach zu bekommen. Was nicht der Norm entspricht, wird ja selten als Alternative anerkannt, muss aber nicht immer schlechter sein 😉

Osteuropa

Den Sommer verbrachten wir dann bei unseren Familien und Freunden, Ich in Köln und der Eifel und Fritz überall. Er konnte garnicht aufhören im neuen Dachzelt zu schlafen und jeden Nacht woanders zu stehen. So kam es, dass er sich ende August schon richtung Österreich und Ungarn aufmachte. Fast eine Woche verbrachte er alleine um den Balaton herum.

Am 4. September kam ich dann mit dem Flieger nach und wir trafen uns in Budapest 🙂

Die beiden Tage in Budapest verbrachten wir je in einem der beiden Ortsteile. Am ersten Tag haben wir uns die volle Touribreitseite gegeben und sind zu Fuß durch Buda gelaufen. Sind zur Citadelle hoch, an der Fischerbastei vorbei zur Donau, über die Kettenbrücke zurück und hatten zum Abschluss auch noch Gulasch!

An Tag 2 liefen wir durch Pest, den deutlich weniger touristischen Teil. Dort haben wir uns sofort wohl gefühlt. ES gab hunderte kleine Cafés, kleine Läden und Street Art. Schon am Abend vorher waren wir aber im Szimpla Kert und wir mussten einfach nochmal hin. Das Simpla Kert ist ein altes Fabrik Gebäude, in dem sich einige kreativ, verückte Köpfe wohl verausgabt haben müssen indem sie Eine bunte Mischung aus Bub, Restaurant, Konzerthalle, Shishabar, Open Air, Museum und Krims Krams kreiert haben. In jeder Ecke, an jedem Haken, und auf jeder Etage findet man irgendwas neues Kurioses. Genau richtig für uns. Erst ein Bier neben der Telefonzelle, nen Burger im Musikzimmer, bisschen Livemusik und dann ein Bier in der Badewanne. Ich hätte ewig bleiben können.

Am nächsten Tag verließen wir Budapest, da unser Ziel ja nicht war, möglichst viel Bier in Badewannen zu trinken, sondern nach Rumänien zu fahren und wenn möglich das Schwarze Meer zu erreichen.

Wir schafften es noch an diesem Tag über die Grenze und fanden einen super Platz für die Nacht.

Irgendwo auf der Straße sammelten wir am nächsten Tag ein Paar deutsche Tramper ein. Die hätten warscheinlich auch nicht gedacht, das sie mit dem Einsteigen den Packt zu einer abenteuerlichen Tour durch die rumänische Wildniss geschlossen haben. Denn Fritz wollte noch ein bisschen durch den Wald fahren…

Ja, haben wir auch gemacht.

Bis wir gemerkt haben, dass die Striche, an die sich Fritz gehalten hat, garkeine Straßen (Wege) waren, sondern Länderei Grenzen, die nicht unbedingt befahren werden wollten. Es hatte auch vorher nur ein bisschen geregnet…

Naja, rumdrehen kann man ja immer. Was wir auch mehrere Male taten. Kurrios wurde es, als wir uns irgendwo einen schmalen Rückeweg hochschieben wollte, es immer enger und steiler wurde und wir stehen bleiben mussten, weil wir das nächste Stück nicht schaffen konnten. Tja was nun? Weiter? (Fritz Ergeiz war geweckt) oder Rumdrehen? Ganz schön eng zum drehen und oh, ein Mensch. Hä?

Ja, da war ein Mensch, auf einer Plane und einem Auto, im Nichts. Warum? Er passt auf hat er gesagt, aber das Auto ist nicht sein. Ok…aber weiter sollen wir nicht fahren, weil nix gut. Ok, also rumdrehen. Hin und Her, hin und her, Centimeter für Centimeter. Aber wir schaffen alles 😉

Also rumgedreht, zurück gefahren, genug Abenteuer für heute.

Unseren Schlafplatz finden wir an einer Staumauer. Die beiden Tramper schlafen bei uns im Kofferraum, weil Fritz das Zelt der beiden erstmal geflickt hat. Wir kochen und essen zusammen und ich hab endlich jemanden der mir professionell zeigen kann wie man jongliert.

Das Gute am Fahren durschs Hinterland ist, das man immer wieder an Orte kommt, wo sonst niemand ist und die einfach unberührt und schön sind.

Trozdem begaben wir uns 2 Tage später in zurück in die Zivilisation. Einmal um unsere Vorräte aufzustocken und zum Zweiten, um Ralf zu besuchen. Ralf ist wie Fritz, Rolandsbruder und hatte in diesem Sommer sein Elternhaus in Rumänien zurück gekauft und wir durften ein paar Tage zu besuch sein. In dem kleinen Ort Sachiz parkten wir mitten im Garten und verbrachten ein paar nette Tage mit essen, trinken und am Lagerfeuer.

Praktischer Weise hatten wir dann auch jemanden der sich in der Gegegnd ein bisschen auskannte. Natürlich konnten wir uns die Chance nicht entgehen lassen, auch dort ein bisschen die Wälder unsicher zu machen.

Leider sieht man auf den Bildern nicht so gut wie eng und steil es tatsächlich ab und zu ist! Nach dieser Fahrt hatten wir auf jeden Fall die erste größere Schramme im Dachzelt…

tbc.

 

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