Die Idee, alles zu kündigen und auf Europareise zu gehen

Den Entschluss, eine Europareise zu machen, fassten wir ziemlich schnell nach unserer Reise nach Vietnam. Doch bis zu unserer Abreise verging noch etwas über ein Jahr. Was vorher nur ein Hirngespinnst war, nahm langsam Formen an und änderte diese aber auch monatlich. Zuerst gab es die Idee mit dem Landrover  um die Ostsee nach Skandinavien zu fahren. Dann wiederum mit dem Landrover richtung Spanien, Portugal und Marokko. Letzten Endes wird es eine Tour über die Schweiz, Spanien, richtung Marokko, aber in einem alten Feuerwehrauto.

Bis dahin war es aber, vorallem für mich, ein längerer Weg des Geduldens.

In den ersten Monaten, ging es einfach nur darum so viel Geld zurück zu legen wie es eben nur möglich war. Fritz war noch auf Wanderschaft und verbrachte den Winter in der Schweiz, ging danach 2 Monate  nach Nepal und anschließend nochmal bis zu seiner Einheimischmeldung in die Schweiz. Im Sommer musste ich mich dann langsam darum kümmern, was mit meiner Wohnung passieren soll. Man vergisst schnell was alles an einer Wohnung hängt und das natürlich auch alles mit Kündigungsfristen belegt ist. Ich kündigte also schon im Sommer Wohnung, Strom, Internet, Versicherungen usw. um im Herbst aus allen Verträgen zu kommen. 

Als Fritz ende Juli über sein Ortschild kletterte war ich schon reif für die Insel. Der bevorstehende Abschied von Köln und den daran geknüpften Freundschaften, das Aufgeben meiner Wohnung und der Umzug in den Teutoburger Wald nahm mich doch etwas mehr mit als gedacht. Meine Jobs hatte ich bis dahin schon gekündigt, arbeitete aber noch als Freelancer um mir meine Zeit etwas flexibler einteilen zu können.

Da weder Fritz noch ich also eine Wohnung hatten, konnten wir von Glück reden, dass uns Fritz Vater seinen, als Camper umgebauten Feuerwehr-Oldtimer als Heim zur Verfügung stellte. Darin lebten wir aber gut und konnten gemeinsam die Reise weiter vorbereiten. 

Nachdem wir den Landrover näher in Augenschein genommen hatten, entschieden wir uns auf Grund des Zeit und Geldaufwandes den der Umbau noch benötigt hätte, unsere Reise mit der Feuerwehr zu machen. Doch auch da gab es noch einiges zutun. Die Aufgaben waren klar verteilt, Fritz kümmert sich um das Drumherum und ich mich um den Innenbereich. So wurde in den Wochen vor unserer Reise, neue Reifen aufgezogen, das Auto vorne 2 cm höher gelegt, die Batterie ausgewechselt, das Ölgewechselt, der Motor kontrolliert, ein Fahrradhalter gebaut, der Motortunnel neu bezogen und zu guter Letzt, ein Dachgepäckträger gebaut und aufgesetzt.

Innen wurde geputz, sortiert, Kissen und Vorhänge genäht, Bilder aufgehangen, die Gummis gefettet, die Zierleisten mit Elsterglanz bearbeitet und weitere Vorrichtungen angebracht um während der Fahrt alles zu sichern. Generell wollten wir, dass es mehr zu unserem Zuhause wird und wir uns wohlfühlen.

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